Basel. Die Reise für den Frieden ist ein Projekt vom 13.06. – 17.06. 2026 in
trinationaler Form und wird getragen vom MCM Mulhouse, der Schweizerischen Kontaktstelle für Arbeitslose (KST) Basel und der Landesarmutskonferenz Baden-Württemberg. Dies im Rahmen der beiden Menschenrechtsbüros links und rechts des Rheins und dem
Projekt Maison de la Paix/Haus des Friedens.
Die Reise des Friedens hat in Mulhouse Lutterbach gestartet, traf sich einen Tag später am KZ Struthof/Natzweiler, besuchte Strasbourg einen Tag später, setzte die Reise in Offenburg fort und kommt mit dem Tag in Basel zum Abschluss.
Die Reise für den Frieden/Voyage pour la Paix findet in einer international angespannten Situation statt. Dies Situation ist gekennzeichnet durch einen deutlich erkennbaren neoliberalen Abbau sozialstaatlicher Leistungen, einer enormen militärischen Aufrüstung, von weltweiten Interventionen autoritärer Regime in Form von Kriegen, Landraub, Sanktionspolitik und dem Abbau demokratischer Rechte. Angesichts weltweiter Ausgaben für Rüstungspolitik in Höhe von 2.2 Billionen Dollar pro Jahr zeigt sich die wachsende Bereitschaft, Spannungen und Interessen mit militärischer Gewalt zu lösen.
Die internationale Lage signalisiert so etwas wie einen Vorkriegs- Zustand, der dem Klima vor dem Jahr 1914 ähnelt, als die letzten Versuche in Basel 1912 auf dem Treffen der II. Internationale der Sozialisten stattfand, den denkbaren großen Krieg noch zu stoppen.
Die Reise für den Frieden/Voyage pour la paix konnte bereits am ersten Tag, dem 13. Juni in Lutterbach am Denkmal für das Leben, dass von einem französischen Bildhauer gestaltet wurde, feststellen, dass aus den Lehren des 2. Weltkrieges dauerhaft friedenspolitische Signale zu ziehen sind. Die Eindrücke auf dem Hartmannsweiler Kopf – mit seinen 60 Tsd. Toten aus dem 1.Weltkrieg -, wurden von Charles Müller, dem ehemaligen Bürgermeister von Hartmannswiller, zusammengefasst: Wir haben erreicht, dass der Hartmannsweilerkopf eine Gedenkstätte Europas für den Frieden unter den Völkern geworden ist.
Dieser Tenor setzte sich im KZ Natzweiler/Struthof am 14. Juni fort, dass ebenfalls eine europäische Gedenkstätte zur Versöhnung der Völker und für den Einsatz eines universellen Friedens geworden ist.
Angesichts zahlreicher Häftlinge aus vielen Ländern Europas, die dort von den Nazis gefangen gehalten, teils ermordet wurden, wurde die Tragweite der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft über ganz Europa bewusst.
In Strassbourg geriet der Tag besonders zur Reflektion, wie das alltägliche Leben mit der Sorge um Privates, um Ernährung und soziale Umgebung in einer friedvollen Weise mit sich selbst, mit seiner Umgebung, seiner Nachbarschaft, seiner Region aussehen kann. Nach dem Wechsel der Landesgrenze bei Kehl gestaltete sich der Tag in Offenburg durch drei Elemente:
– dem Salmen mit seiner Historie von 1847/1848,
– dem Talebuckel und dem Rammersweierer Wald mit den dort ermordeten französischen 11 männlichen Widerstandkämpfern und 4 französischen Widerstandskämpferinnen vom Dezember 1944 und dem abendlichen Treffen mit der Gruppe „Wehrhaft ohne Waffen“ in Offenburg -Fessenbach.
Die Reise für den Frieden/Voyage pour de la Paix kommt am 17.Juni 2026 in Basel zum Abschluss. Dort steht der Blick auf die Versammlung von 1912 an, die versuchte den geahnten Krieg der europäischen Völker durch eine Allianz der sozialistischen Kräfte zu verhindern. Dieses Scheitern von 1912 und weiterer Bewegungen, auch von Frauen wie Jane Addams aus Chicago, war Gegenstand einer Erörterung, wie Friedensbewegungen heute sich national, europäisch und weltweit verbünden und vernetzen können, um klare Zeichen gegen die weltweite Militarisierung und Aufrüstung zu
setzen.
In diesem Sinne ist die Botschaft der Friedensreise/Voyage pour la Paix vom 13.06.2026 – 17.06.2026 deutlich:
– Ja zu weiteren Kooperationen trinational: von Initiativen von unten, Personen und Menschen aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland
– Ja zu Erinnerungskultur und Orten des Gedenkens
– Nein zur weltweiten Militarisierung und Aufrüstung
– Ja zur Sicherung des Sozialen Friedens und des gesellschaftlichen Zusammenhalts (durch Erhalt und Ausbau sozialstaatlicher Leistungen)
– Nein zu fortgesetzter sozialer Demontage von Infrastruktur, Grundsicherung, Rente, Bildung, Pflege und Gesundheit
– Ja zu Vernetzung lokal, national, international aller
Friedensbewegungen und Friedensgruppen
Basel, den 17.06.2026


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