22. Aktionswoche Baden- Württemberg „Armut bedroht alle“. Der 12.-16.10.2026, das Datum steht fest. Die Jahreszeit auch. Herbst 2026. „Ein Jahr nach der Ankündigung – ein Herbst der Reformen.“
Was wir in Baden-Württemberg vorhaben?
Seit dem Jahr 2004 läuft diese Aktionswoche. Sie hies bereits im ersten Jahr so. „Armut bedroht alle!“ Weil in einer Gesellschaft vieles, oder man könnte auch sagen, alles zusammenhängt. Klima – Armut – Reichtum. Wenn Gesellschaften an fehlendem Zusammenhalt leiden, dann zumeist daran, dass es eine Gruppe von 1-3 % Personen gibt, die nahezu alles besitzen und die grosse Masse geht eigentlich leer aus. Sie arbeitet Tag und Nacht, um zu
überleben. Wer da nicht mitkommt, das sind rund 20 % der Bevölkerung, dem droht Unheil.
Wohnen, Erziehung, Bildung, Gesundheit, Klima, das alles erscheint oft unbezahlbar. Urlaub, Fernreisen, Flugreisen, alles nicht möglich. Klassenkampf von oben verschärft die Lage zusätzlich. Wie nannte das der französische
Soziologe Robert Castel um die Jahre 2000: es findet eine Entkopplung statt. Entkoppelt vom Arbeitsmarkt, entkoppelt aus dem politischen System, entkoppelt aus Bildung und Aufstieg, entkoppelt von Lebensperspektiven.
Und wir in 2026? Wir denken in der gemeinsamen Vorbereitungsgruppe darüber nach, ob „Quo vadis Baden-Württemberg?“ passen könnte? Was übersetzt, bedeutet: „Wo gehst Du hin Baden-Württemberg?“ Also wo gehen
Sozialpolitik und Armutsbekämpfung hin? 2026-2031, solange ist der Landtag neu gewählt.
5 Themen sollen die Aktionswoche in 2026 begleiten: Gesellschaftlicher Zusammenhalt, soziale Infrastruktur, Wohnen, Bildung und Gesundheit. Nüchterne Stichworte, die derzeit auf dem Prüfstand in Berlin und Brüssel stehen.
Dazu positionieren wir uns in Baden-Württemberg.
RS.


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