Der grösste noch lebende Philosoph Deutschlands ist tot. 96 Jahre, nahezu ein Jahrhundert war er bei uns.
Was bleibt?
Er gehörte der Frankfurter Schule um Adorno und Horkheimer an. Diese prägten sein Weltbild. Das ein demokratisches Nachkriegs-deutschland formulierte, das sich der Frage stellte: Wie soll „Erziehung nach Auschwitz“ aussehen?
Habermas hat zwei berühmte Schriften geschrieben: „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ und „Theorie des Kommunikativen Handelns“.
Im ersten Werk geht es um die Schaffung von Öffentlichkeit als dem entscheidenden zivilgesellschaftlichen Faktor in der Moderne. Im anderen Werk geht es darum, wie in gesellschaftlichen Diskursen ein kommunikatives Handeln aller zustande kommen kann.
Dass Formen des Diskursiven und des Handelns miteinander die soziale Praxis bestimmen.
In einem anderen Werk „Erkenntnis und Interesse“ stellt er Überlegungen an, wie die Gesellschaftstheorie der Kritischen Theorie mit revolutionärer Praxis sich verbinden mag.
Was bleibt für uns als lak-bw?
Unsere Strategie „Vom Rand ins Zentrum“ verbindet sich mit dem kommunikativen Handeln mit wichtigen gesellschaftlichen Akteuren, einer kritischen Öffentlichkeit und einer Strategie der Einmischung einer empowerten Basis. Einer Basis, die über Fähigkeiten des Diskursiven, von capabilities, verfügt.
In diesem Sinne haben wir diesem Jürgen Habermas viel zu verdanken. Er hat die Grundlage gelegt für einen rationalen kritischen Diskurs. Von der Aufarbeitung des Faschismus bis zur Frage der Zukunft eines demokrati-schen Europas.
In neoliberalen und antilibertären Zeiten um so wichtiger.
RS.
Bildquelle:
https://www.sueddeutsche.de/politik/juergen-habermas-tot-li.3452803


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