LANDESARMUTSKONFERENZ-BW e.v.

Gedenken an die Opfer des Nationalismus – 16.12.2025

Am 16.12.25 versammelten sich etliche Personen zum Gedenken an den Deportationsbeschluss vom 16.12.1942 an der Gedenktafel Bahnhof Offenburg/Ostausgang

 

An diesem 16.12.25 versammelten sich rund 15 Leute, um an der Gedenktafel sich der Deportation von Sinti-Roma, Jenischen und Juden zu erinnern.

Dieser Zug der Reichsbahn war von Herbolzheim bis Auschwitz fast volle 3 Tage unterwegs. Dies im März 1943. Man kann den Fahrplan über Karlsruhe- Nürnberg-Dresden-Kattowitz -Auschwitz nachlesen.

Dieser Zugfahrt in den sicheren Tod, ging am 16.12.1942 der Deportationserlass von Heinrich Himmler, dem Reichsführer der SS voraus.
Dr. Martin Ruch erläuterte, dass bereits 1762 in der Reichsstadt Offenburg beschlossen wurde, die Zigeunerplage durch Liquidation dieser Menschen, wenn man ihrer habhaft werden sollte, zu bekämpfen.
Frau Jane Simon sprach über die aktuellen Gefährdungen der Demokratie und den alltäglichen Rassismus gegenüber Minderheiten und Ethnien.
Im Getöse vorüberfahrender Züge kam Hans Peter Goergens zum Schlusswort. Er erinnerte an Rolf Ruef, der 1995 bereits die Tafel der Deportation von 1943 am DGB-Haus angebracht hatte, weil sich die DB weigerte, diese an der Bahn anzubringen.
Bis heute!
Die jetzige Tafel ist auf städtischem Boden befindlich. Die OB Dr. Edith Schreiner ordnete die Tafel am Bahnhof an. Links der Tafel beginnt das Gelände der DB.
Die DB sagt, sie habe mit der Reichsbahn nichts zu tun. Die Reichsbahn und die DB waren und sind Staatsunternehmen. Die Bundesrepublik Deutschland ist der Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches. Also auch der Reichsbahn in Form der DB.
Was soll also diese Diskussion, liebe Deutsche Bahn?
Wir vom Runden Tisch und der lak-bw waren an diesem Gedenken am 16.12.25 dabei. Ich erinnerte mich auch an 1995 als Rolf Ruef diese Tafel einweihte. Ich war auch dabei.
In diesem Jahr 1995 wollte Herr Mehdorn die Bahnhofsmissionen zumachen, die „Obdachlosen und Penner“ entfernen.
Dagegen protestierten wir in Offenburg am Bahnhof direkt mit Flugblättern und Absperrbändern. Hannes Lübke, Petra Kirchner, Steffen Harms, und viele andere. Ähnliche Stimmung wie bei der Stadtbild -Diskussion des Friedrich Merz.
RS.

Fahrplan für die Züge der Deportationen

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